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Was Eltern oft gesagt wird!
Verhalten der Kinder mit FASD
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Strategien von Eltern für Eltern

   

 

 

Punktesystem hilft manchmal!

 

 

 

Es hängt vom Kind ab, ob es funktioniert!

Eltern berichten

Punktesystem:

Eine Mutter erzählt, dass sie den ganzen Tag in kleine Schritte aufgeteilt hat. Aufstehen, waschen, Zähne putzen, anziehen..... Für jede Tätigkeit, die ohne Probleme erledigt wurde, gibt es Punkte.

Für bestimmtes Fehlverhalten gibt es Punktabzug. 

 Bestimmte Freizeit-Aktivitäten kosten Punkte: z.B. Fernsehen, Computerspiel, Gameboy etc. 

Die Kinder können auch entscheiden, ob sie bis zum Abend alle ihre Punkte ausgeben oder z.B. jeden Tag 10 Punkte sparen für einen Extra-Ausflug. Die Kinder dieser Familie sind 7 und 8 Jahre alt und bei ihnen funktioniert dieses System recht gut.

In der Diskussion um das Punktesystem kamen wir überein, dass es vom Kind abhängt, ob dieses System überhaupt funktionieren wird. Eine Mutter stellte bei solch einem Punktesystem fest, dass das Kind gar nicht in der Lage war, Punkte anzusparen. Darauf zu warten, dass das Wochenende kommt, hat das  Kind überfordert.

Wichtig ist auch bei solchen Punktelisten, dass es konkrete, nachvollziehbare Regeln gibt. und dass allen Beteiligten klar ist, was sie zu erwarten haben. Sonst könnte folgendes passieren:

 

 

Der Schuss ging nach hinten los!

 

So, Mama, jetzt bekomme ich das Gameboyspiel, dass ich mir so lange gewünscht habe!

 

:Flopp:

Eine Mutter hatte ein  Punktesystem bei ihren Kindern einführen wollen.
Es war ausgemacht, dass der Junge "eine Kleinigkeit bekäme" wenn er das Zimmer  aufräumt.  
Als das Zimmer fertig war, sagte er stolz:
"S
o, Mama, jetzt bekomme ich das Gameboyspiel, dass ich mir so lange gewünscht habe." 
Aus der Sicht des Kindes  ist das völlig logisch. Es ist ja wirklich ein 'kleines' Teil.  Wie teuer diese 'Kleinigkeit' sein sollte, hat ja die Mutter nicht wirklich ausgemacht.

Kinder mit FASD brauchen eine klare Struktur, dass sie sich schon durchaus nach diesen Vorgaben: Zähne putzen, Schuhe und Jacke anziehen - richten können.  Bei kleinen Kindern ist es möglich, mit Symbolen auf einer Magnetleiste zu arbeiten.

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Lisa schrie fast unaufhörlich!

 

 

 

Regeln - wichtig oder nicht?

 

 

 

 

Sie hat gelernt, sich selber zu sortieren!

 

 

Eine Mutter berichtet:

Vor zwei Jahren gab es an meiner kleinen Tochter nichts zu loben. Lisa's  Benehmen machte ein Zusammenleben fast unmöglich. Sie schrie fast unaufhörlich und war sehr, sehr wütend. Wir haben damit angefangen, kleine, ganz kleine positive Dinge festzuhalten, z.B.  wenn sie  'nur'  zwei Minuten lang nicht geschrieen hat. Dann gab es einen Sticker. Für eine bestimmte Anzahl Sticker, bekam sie z.B. ein Schaumbad.

Lisa liebt Schaumbäder. Die Lehrerin hat in das Kontaktbuch das Verhalten von Lisa aufgeschrieben, also weniger ihre Leistungen, als mehr, wenn sie sich gut, oder nicht gut betragen hat. Dieses stetige Feedback war sehr hilfreich und auch für gutes Benehmen in der Schule bekam Lisa Sticker.
Dies alles war der Anfang einer steten Besserung...

Wir haben auch für unser Zusammenleben  Regeln aufgestellt, aber nur sehr wenige. Sehr hilfreich war mir in dem Zusammenhang das Buch: "The explosive Child!" von Ross W. Green. Ich habe gelernt, dass Regeln in drei Kategorien eingeteilt werden können:

Lebenswichtige Regeln: Hier geht es wirklich um Leben und Tod

Wichtige Regeln: Diese Regeln werden dem Kind nicht aufgedrückt, sondern ich überzeuge das Kind von dieser Regel. 

(Un)wichtige Regeln: Ich frage mich:  Möchte ich jetzt wirklich wegen dieser Regel und der Durchsetzung meiner Meinung einen Wutanfall riskieren?

Anfangs merkte ich, dass die meisten Regeln getrost in den Papierkorb wandern durften. Mit der Zeit konnten wir dann aber die Anzahl der 'Wichtigen Regeln' vermehren.

mehr zu Lisa...

Eines meiner Kinder hat Zeiten, in denen es auf nichts mehr richtig reagieren kann. Sie ist traurig und weint, kann aber nicht sagen, warum. Sie lässt sich nicht trösten und jeglicher Zuspruch macht alles noch schlimmer. Ich gebe ihr eine Auszeit und sage ihr, dass sie auf ihr Zimmer gehen soll. Dort hat sie die Gelegenheit, sich selber zu sortieren und diese Zeit tut ihr sehr gut. Wenn sie sich wieder 'eingesammelt' hat, kommt sie zu uns herunter und ist wieder normal.

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