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Regeln!

 

 

 

Reflektion!

 

 

 

 

"Es will nicht!" ist OUT.

IN ist:

"Es kann nicht!"

 

 

 

 

 

 

Kommunikation!

 

 

 

 

 

Stellen Sie sich vor, jedes Wort würde 10 € kosten!

 

 

 

 

 

 

 

 

Seien Sie konkret!

 

 

 

 

 

 

 

Kontrolle!

 

Tipps für den Alltag

 

Inhalt:

Hinweise zum Umgang

Anweisungen geben

Vorlesen

 

Hinweise zum Umgang!

Tagesroutine strukturieren mit einfachen konkreten Regeln.
Viele vertragen keine Störungen im Tagesablauf, gleich, wie gut sie gemeint sind.

Immer wieder auf die Regeln hinweisen, das kann wörtlich oder visuell sein, manche Eltern sagen sie in Reimform auf oder singen sie.

Gehen Sie noch einmal durch erlebte Situationen durch, um in einer entspannten Atmosphäre das Verhalten und die Gefühle anderer deutlich werden zu lassen. So können eigene Fehleinschätzungen und eigenes Fehlverhalten mit der Zeit erkannt und korrigiert evt. auch werden.

Schaffen Sie in der Umgebung so wenig sensorische Reize wie möglich. (Kleine Klassen, sparsam ausgestattete Zimmer) Häufig sind die Kinder durch neue Reize (Licht, Gerüche, Geräusche etc) überfordert und reagieren entsprechend mit Hyperaktivität oder Schreiattacken

Vermitteln Sie Ihren Mitmenschen, dass das Verhalten neurologisch bedingt und nicht böswillig ist. Stellen Sie anstelle der Aussage: „Es will nicht!“  den Satz: „Es kann nicht!“ Ihre eigene innere Einstellung dazu führt zu einer entspannten Atmosphäre. Das Kind spürt, dass es trotz allem angenommen wird.

Medikation, gut dosiert und kombiniert, hilft bei 95% den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit FASD.

Wegen mangelnder Impulsivitätskontrolle und schlechter Beurteilungsfähigkeiten benötigt das Kind eine Beaufsichtigung nach der Regel:  24/7 (24 Stunden, 7Tage), egal wie alt es ist.

In vielen Fällen ist eine Therapie mit sensorischer Integration sehr hilfreich.

Beobachten Sie genau Ihr Kind. Es mag sein, dass es Schreiattacken oder Hyperaktivität zeigt, nachdem es ein bestimmtes Nahrungsmittel gegessen hat.

Legen Sie Ihr  Augenmerk auf die Stärken und nicht nur auf das, was es nicht kann. Feiern Sie jeden kleinen Fortschritt, es motiviert ermutigt.

 

Anweisungen geben!
 

Blickkontakt aufnehmen

Als erstes den Namen nennen. Wenn Sie einen Satz mit: "Würdest Du bitte..." beginnen, ist der Effekt schon dahin. Setzen Sie das "Bitte" einfach ans Ende des Satzes.

Werden Anweisungen innerhalb einer Gruppe gegeben, können Menschen mit FASD Probleme haben, diese Anweisungen auf sich zu beziehen.

Fassen Sie sich kurz. Stellen Sie sich vor, Sie müssten für jedes Wort 10 € bezahlen. Machen Sie einen Punkt nach 5-Sekunden (10 Wörter oder besser weniger) und geben Sie dem Gegenüber Zeit, den Satz zu verarbeiten.

Finden Sie die Möglichkeit, Ihre Anweisungen mit einer Geste oder anderen visuellen Hilfsmittel zu unterstützen.

Benutzen Sie immer wieder die selben Wörter für die selben Anweisungen, damit Sie irgendwann auch das Langzeitgedächtnis erreichen.

Benutzen Sie exakte Wiederholungen, exakte Wiederholungen, exakte Wiederholungen...

Sprechen Sie langsam

Geben Sie nur eine Anweisung auf einmal.

Wurden Sie bei einer Anweisung unterbrochen, fangen Sie wieder von vorne an.

Lassen Sie sich als Rückmeldung sagen, was zu tun ist, damit Sie merken, ob die Anweisung verstanden wurde.

Reden Sie konkret und ohne Verallgemeinerungen. z. B.: "Räume Dein Zimmer auf!" ist allgemein gehalten. Teilen Sie Aufgaben in kleine Schritte auf. Bei komplexen Aufgaben erstellen Sie eine Liste mit den einzelnen Schritten, die abgehakt werden kann.

Es kann hilfreich sein, älteren Kindern, Jugendlichen oder jungen Erwachsenen mittels einer Checkliste beizubringen, wie sie sich in einer allgemeinen und in einer unerwarteten Situation verhalten sollen. Diese Schritt-für-Schritt-Instruktion, wie Dinge zu tun sind, können in Rollenspielen und Simulationen geübt werden.

Rechnen Sie damit, dass Anweisungen vergessen werden. Unterstützen Sie das Gedächtnis mit:
"Reden"       =>       "Demonstrieren"       =>       "Zeigen"

Finden Sie einen visuellen Weg, um in das Gedächtnis zu gelangen. Wenn Menschen mit FASD sich nicht mehr erinnern können, erinnern Sie sie und motivieren Sie sie. Freundliche Erinnerungen helfen zu einer positiven Aufmerksamkeit.

Machen Sie sich selber klar, dass Verhaltensauffälligkeiten bei FASD keine Folgen von Erziehungsfehlern sind.

Ergänzung von Dr. Feldmann:

Kontrollieren Sie stets, ob die Anweisungen ausgeführt wurden denn...

Es kann gut sein, dass sie ihn bereits "auf dem Weg vergessen", weil sie von etwas interessanterem abgelenkt wurden

Es kann auch sein, dass sie sich - und oft mit viel Geschick - um die Ausführung herum "mogeln", ohne dass man es bemerkt

Zudem hilft die Kontrolle den Kindern, den Auftrag und seine Ausführung wirklich zum Ritual, zur Gewohnheit werden zu lassen.

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info(at)faskinder.de

Stand: 15.04.13

Quellen:  FAS Parenting Children Affected by Fetal Alcohol Syndrome, A Guide for Daily Living 2nd Edition, Revised and edited by Sara Graefe, Society of Special Needs Adoptive Parents (SNAP und Fetal Alcohol Syndrome von Ann Streißguth;  Dr. Reinhold Feldmann, Uni Münster
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