FAS KINDER

Ein Schmetterling in Peru
kann einen Wirbelsturm in Texas verursachen! 

 FASKINDER              Alkohol in Schwangerschaft und die Folgen für das Kind!               FASKINDER


     fasd
Deutschland

Wir sind betroffene Eltern, die mit alkoholgeschädigten Kindern leben. Wir sehen und erleben die Probleme der Kinder, die zu unseren Problemen werden, weil wir ihnen helfen wollen. Wir arbeiten mit Ärzten und Therapeuten weltweit zusammen, um neue Erkenntnisse zu sammeln und in die Praxis umzusetzen. Wir tauschen innerhalb unserer Selbsthilfegruppe unsere Erfahrungen in einer bundesweiten Mailing-Liste aus und helfen uns gegenseitig in Krisensituationen. Wir halten Vorträge, arbeiten mit den Guttemplern, Pflege- und Adoptionsvereinen und Jugendämtern zusammen. Im September veranstalten wir jedes Jahr auch ein Symposium zu diesem Thema in Zusammenarbeit mit Professor Spohr und anderen fachkundigen Ärzten.

Ann Gibson, die Gründerin von FASworld e.V Deutschland (Namensänderung in:  fasd-Deutschland ), berichtete 2002 in ihrem Vorwort zum FAS-Tag in Berlin, wie es überhaupt zu der weltweiten Kooperation von FASworld kam:

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FASworld *

    „Dass FASworld in weniger als 4 Jahren soviel Aufmerksamkeit bekommen hat, habe ich zunächst drei sehr besonderen Männern zu verdanken: Der erste der uns unterstützte, war Professor Dr. med. H. Löser aus Münster, er ist leider wegen Krankheit nun im Ruhestand.

Der zweite ist  Professor Dr. med. H.-L. Spohr, der uns hier regelrecht unter die Arme gegriffen hat und unsere Idee für das Symposium bedingungslos unterstützt hat. Als drittem möchte ich mich bei meinem eigenen Mann bedanken, ohne den ich gar nicht so viel Zeit in meine FASworld-Arbeit stecken könnte.

Auf der ganzen Welt gibt es das gleiche Problem: Kinder mit FASD  werden in Pflege- oder Adoptivfamilien vermittelt, ohne dass die Eltern darauf aufmerksam gemacht werden, dass es dieses Spektrum der Schädigungen durch Alkohol gibt. Viele Ärzte haben Angst, eine Frau, die übermäßig trinkt, darauf anzusprechen, auch wenn diese Mutter später selber danach fragt, was mit ihrem Kind ist.

Viele dieser Eltern suchen jahrelang nach der Ursache, warum ihre bisher erfolgreichen Erziehungsmethoden bei diesem Kind nichts bewirken. Sie geben sich nicht nur selber die Schuld, sondern werden oft von Sozialarbeitern, Lehrern, Freunden und Verwandten  als erziehungsunfähig abgestempelt. Erst, wenn sie etwas über FASD erfahren, sind sie in der Lage, ihre Kinder besser zu verstehen und zu erziehen. Aus diesem Grund  wurde FASworld gegründet. Nicht nur, um Eltern -  ob leibliche, Pflege- oder Adoptiveltern -  zu helfen und sie zu unterstützen, sondern auch, um unsere Gesellschaft auf FASD aufmerksam zu machen.

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Wie entstand der FAS - Tag?

Als Einführung möchte ich Ihnen erzählen, was FASD ist, wie es zum FAS-Tag im Jahr 1999 kam - und ich erzähle wie alle, die heute hier sitzen, an einer weltweiten Bewegung teilnehmen. Es gibt schon lange eine englischsprachige Selbsthilfegruppe im Internet, die FASlink heißt. Anfang 1999 hatte eine von uns die Idee, eine weltweite Initiative ins Leben zu rufen, um die ganze Welt auf FASD aufmerksam zu machen, in der Hoffnung, die Statistiken von FASD zu senken und mehr Verständnis für unsere Kinder zu gewinnen....

Die Schmetterlings Revolution

"Ich habe gehört, dass die Schwingungen eines Schmetterlings in Peru
einen Sturm in Texas auslösen können"

Dies ist ein Zitat der kanadisch/australischen Autorin Janette Turner Hospital. Zwischen Februar 1999 und dem ersten internationalen FAS-Tag am 09.09.99 hat eine kleine gebeutelte Gruppe von Schmetterlingen in acht Ländern bewiesen, dass diese Aussage wahr ist.

Adoptiv/Pflege- und leibliche Eltern von Kindern mit FASD, sowie eine handvoll leidenschaftlicher Fachleute arbeiteten in den Monaten zusammen und bereiteten sich für die magische Minute 9.09 Uhr am 09.09.99 vor. Diese Eltern fühlten sich ausgebrannt durch die häufigen Krisen ihrer Kinder, den häufigen Besprechungen in der Schule, andauernden Arzt-, Psychologen - und Psychiaterbesuchen.

Plötzlich hatten sie die Energie, Politiker anzuschreiben, damit diese städtische und staatliche Proklamationen zum FAS-Tag veröffentlichen. Sie telefonierten, sie schrieben die Medien an, sie organisierten Veranstaltungen, sie schafften es, dass die Glocken, Carillons und Windspiele klingelten und trugen unser Symbol, den FAS-Knoten, in die ganze Welt. Sie kommunizierten per Mail, Telefon und Fax und motivierten sich ständig gegenseitig. 13 Staaten der U.S.A. und Kanada und 35 Städte haben für diesen Tag eine "Öffentliche Proklamation" abgegeben. In Südafrika haben Nelson Mandela und die drei größten Kirchenverbände ihre Unterstützung für diesen Tag zugesagt. Hier in Deutschland wurden tagsüber in Berlin, Hamburg, Flensburg und Kiel Informationsstände aufgebaut.

Zusätzlich fand abends in Kiel eine öffentliche Veranstaltung mit Prof. Dr. med. Hermann Löser, Universitätskinderklinik Münster, statt. Zum Sonnenuntergang am 09.09.99 entsprach die Liste der weltweiten Medienerscheinungen, der einer 1- Million-Dollar-PR-Kampagne. Wir verursachten kleine aber wichtige Veränderungen in der ganzen Welt.

Margaret Mead sagte bereits: "Unterschätze nie, was eine kleine Gruppe engagierter Menschen tun kann, um die Welt zu verändern. Tatsächlich ist das das einzige, was je etwas bewirkt hat"

Wir verursachten kleine, aber wichtige Veränderungen in der ganzen Welt. Heute gehören 16 Länder FASworld an, von Neuseeland bis Polen. Jedes Land hat eine Koordinatorin. In den USA gibt es mehrere, die über die verschiedenen Staaten verteilt sind. Es wird auch über dieses Wochenende und morgen – am eigentlichen FAS-Tag - weltweit verschiedene Veranstaltungen geben.

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Ziele von fasd-Deutschland e.V.:

-       Aufklärung der Öffentlichkeit über die Auswirkungen von Alkohol in der Schwangerschaft

-       Zusammenarbeit mit Ärzten, Psychologen und Therapeuten aus aller Welt zum Thema FASD.

-       Zusammenfassung der Forschungsergebnisse

-       Hilfe und Beratung für Betroffene in einer ONLINE-Selbsthilfegruppe

-       Krisenintervention

-       Vorträge über FASD

-       Fortbildungen

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Unsere Aktivitäten:

-       Presseinterviews z.B. mit der Zeitschrift ‚Laura’, und ‚Baby’,

-       Posterwettbewerb 2001

-       Sponsoring des Reiter-Wanderpokal namens „FAS Pokal“

-       Herstellung einer CD-Rom mit vielen Informationen zu FAS

-       Eingabe einer Petition an das Europäische Parlament bezüglich Warnungen auf alkoholischen Getränken

-       Zusammenarbeit mit Guttempler Deutschland

-       FASworld Deutschland Mitglieder wurden von Stern TV gefilmt. Gesendet wurde am 30. Januar 2002

-       Teilnahme an der FAS Konferenz in Bristol

-       FAS-Symposium 2002 und 2003 in Berlin in Zusammenarbeit mit Professor Dr. med. H.-L. Spohr und Professor Dr. med. Hermann Löser

-       FASworld Deutschland veranstaltete 2003, 2004 und 2005 Familienfreizeiten für Eltern und Kinder in Hilchenbach (NRW) und Braunlage/Harz (Niedersachsen) und auf der Wasserkuppe (Hessen). FASworld UK`s, FASworld Irlands und FAS Luxemburgs Koordinatorinnen nahmen an einigen Treffen auch teil.

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Wir von FASworld e.V. fordern:

-       Mehr Aufklärung unter Pflege- und Adoptionsvermittlern.

-       Eine Aufklärungskampagne seitens der Regierung – so wie die, die es vor Jahren über das Rauchen gab und die sehr erfolgreich war.

-       Warnhinweise auf Flaschen mit alkoholischen Getränken

-       Frauenärzte, die jede Schwangere auf die Gefahren von Alkohol in der Schwangerschaft  aufmerksam machen.

-       Dass kein Kind in Pflege- oder Adoptivfamilien vermittelt wird, ohne vorher zu untersuchen, ob es sich um ein Kind mit FAS oder FAE handelt -  und das ist sehr wichtig: wenn ja =>

-       den zukünftigen Eltern genügend Information darüber zu geben.

Ich hoffe, dass Sie viele neue Erkenntnisse durch diese Broschüre gewinnen und, was mir  am wichtigsten ist, dass jeder Einzelne von Ihnen das weitergibt, um hoffentlich die Folgen von Alkohol in der Schwangerschaft zu reduzieren und auch, um mehr Verständnis für die Kinder zu gewinnen. 

Ann Gibson *, Berlin 2002,  

Koordinatorin FASworld Deutschland

    fasd
Deutschland

 

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  fasd-Deutschland e.V.

Irm Wills

Der Verein Fasworld Deutschland e.V.* stellt sich vor:

v      Wir sind ein Zusammenschluss von Adoptiveltern,  Pflegeeltern, leiblichen Eltern und anderen an FAS/FAE interessierten und von FAS/FAE betroffenen Menschen.

v      Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, über FAS/FAE aufzuklären und Kontakte zu knüpfen.

v      Mit unserer Aufklärungsarbeit wenden wir uns an die Industrie, an die Schulen, an Sozial- und Gesundheitseinrichtungen, an Familien... 

v      Wir organisieren Fachtagungen und Seminare

v      Wir besuchen Fachtagungen; tragen Informationsmaterial aus aller Welt zusammen, übersetzen Veröffentlichungen und geben unser Wissen weiter...

v      Wir veranstalten Familienfreizeiten, organisieren Regionaltreffen und unterhalten ein Netzwerk.

v      Für unser Spendenkonto bemühen wir uns um Sponsoren

 

Unterstützen Sie unsere Arbeit, werden Sie Mitglied von FASworld

v      Wir möchten Sie als Mitglied gewinnen, denn mit Ihrer Mitgliedschaft tragen Sie dazu bei, dass immer mehr Eltern und Kindern, die täglich mit FAS/FAE leben, geholfen werden kann...  das Anmeldeformular finden Sie auf der Vereinsseite

v      Immer häufiger erhalten wir Rückmeldungen von  Menschen, die uns überaus dankbar dafür sind, endlich Informationen über FAS/FAE zu bekommen und nun lernen, das Kind, das sie betreuen, besser zu verstehen und jetzt entspannter mit ihm umgehen können. Die Auffälligkeiten haben nun einen Namen. 

v      Und warum tun wir das alles? Wir setzen uns für die Belange dieser kranken Kinder ein,  denn sie können ihre Stimme nicht benutzen, um auf sich aufmerksam zu machen. Aus diesem Grund müssen wir die Stimme sein, die für Verständnis unserer Kinder wirbt. Wir müssen dafür arbeiten, dass das Bewusstsein der Bevölkerung für die Gefahren von Alkohol in der Schwangerschaft geschärft wird.  Helfen Sie uns dabei?

 

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* Ann Gibson verstarb am 19.9.2004 nach kurzer schwerer Krankheit

(Namensänderung in FASD-Deutschland)







 

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Stand: 25.04.13

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