Alexander
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Frage von Alexander!

hallo   ich    bin   9  und ich heiße     alexander
meine     frage   warum     trinken    meine   ersten    eltern

alkeho      macht    krang
traurig    und    gemein   das   es    alkeho  gibt     nicht   zu   fassen
der    alkeho     macht mich   
inderwöst     und   wütend

Antwort von Sigrid!

 

Hallo lieber Alexander!

 

Ich freue mich sehr über deine Frage -
obwohl sie ja eigentlich eine traurige Frage ist.

 

Wie du vielleicht weißt, kenne ich deine erste Mama nicht, aber ich kann dir einmal erzählen, warum Menschen überhaupt Alkohol trinken.

 

Alkohol gibt es schon sehr sehr lange - und die Menschen haben gemerkt, dass er helfen kann, damit Sachen haltbar werden - das ist ja eine gute Wirkung vom Alkohol und er wurde sehr wichtig, um Wunden ganz sauber zu machen, damit die Menschen nicht durch den Schmutz krank werden.

 

Dann haben die Menschen gemerkt, dass sie sich anders fühlen, wenn sie den Alkohol trinken - sie fühlten sich lustig und konnten ihre Sorgen vergessen.  Andere Menschen werden ruhig und müde - wieder andere Menschen fühlen sich dann ganz stark und wollen gerne raufen.

So hat es zu allen Zeiten Menschen gegeben, die mehr Alkohol getrunken haben, als es ihnen eigentlich gut getan hat und sie wurden krank davon.

 

Wenn du das nicht so richtig verstehst, habe ich ein Beispiel. 

 

Vielleicht ist dir schon einmal passiert, dass du dir weh getan hast - und dann hast du vielleicht ein Bonbon als Trost bekommen - du hast dich gleich besser gefühlt und deine Sorgen - deinen Schmerz vergessen.  
Jetzt stell dir einmal vor, du hättest oft Kummer und würdest immer gleich ein Bonbon essen -    ich glaube, du kannst dir gut vorstellen, dass das für deine Zähne nicht gut wäre - und dein Körper mag so ganz viele Süßigkeiten eigentlich auch gar nicht, weil sie ihn krank machen. 

Du weißt das und dein Körper weiß das und trotzdem schmecken dir die Bonbons.

Und ich sage dir noch etwas - es ist viel viel schöner, wenn man gelernt hat, mit dem, was einen traurig umzugehen. Der erste Weg dazu ist der, dass man erkennt, wenn man traurig ist und jemanden findet, dem man das sagen kann.

 

Nun gibt es einen Unterschied zwischen den Bonbons und dem Alkohol.

Der Alkohol hat eine raffinierte Eigenschaft - ich nenne es einmal einen Anker

Du weißt doch sicher, was ein Anker ist?  Er gehört zu einem Schiff und hält es an dem Platz, wo es bleiben soll fest.

,Dieser Anker vom Alkohol, der macht sich nun in einem ganz bestimmten Teil vom Kopf fest und - er verbindet sich auch noch mit dem Steuerruder. - Das passiert nicht gleich beim ersten Mal, wenn man etwas trinkt, sondern es dauert eine ganz lange Zeit - einige Jahre - und der Anker von dem Alkohol der wird immer stärker und immer fester. 

Und dieser Anker, der sich im Kopf festgemacht hat, der ist so stark, dass man das Gefühl hat, ganz unglücklich zu sein, wenn man nun keinen Alkohol trinkt. Weil der Anker nun auch noch mit dem Steuerruder verbunden ist, und weil die Menschen lustig sein wollen, trinken sie dann den Alkohol. 

 

Und gerade wegen dem Anker fällt es vielen Menschen so schwer, das nächste Glas stehen zu lassen.  Es gibt viele Menschen, die das schaffen. Sie nehmen es sich vor, nicht mehr zu trinken - alleine ist das oft nicht zu schaffen - sie holen sich Hilfe von Menschen, die Erfahrung haben.

 

Wenn es nun jemand geschafft hat, den Alkohol nicht mehr zu trinken, muss er ein Leben lang aufpassen, dass sie auch keinen Alkohol mehr aus versehen trinken, weil sonst der Anker im Kopf ganz schnell wieder mehr haben will und das dem Steuerruder mitteilt.

Die Ärzte haben herausgefunden, dass Menschen, die diesen Anker in sich haben, sehr krank sind und dass dieser Anker stärker ist als die Liebe zu sich selber.  Du möchtest doch, dass du gesund bleibst und sicher putzt du dir auch die Zähne und paßt auf, was deine zweite Mama dir sagt, was du zum Beispiel  essen sollst und dass du im Winter Schal und Mütze anziehst, damit du gesund bleibst - So ein Anker aber ist stärker und die Menschen zerstören sich selber und leider auch die kleinen Babys, wenn eine Mutti eins im Bauch hat.

 

Oft weiß die Frau - so wie deine erste Mama - es lange Zeit nicht, dass ein Baby unterwegs ist. Und oft weiß sie ja auch gar nicht, dass sie gar keinen Alkohol trinken darf, weil ihr das niemand gesagt hat - und das ist sehr schade.  Ich habe von vielen Müttern gehört, dass sie es nicht wußten und dass es ihnen alles sehr sehr leid getan hat, denn sie hatten ihr kleines Baby sehr sehr gehabt. 

Dieser Anker im Kopf war stärker als alles, was du dir irgend vorstellen kannst. Und das war dann auch der Grund, warum deine erste Mama einverstanden war, dass du zu einer zweiten Mama darfst, weil die erste Mama krank war und dich nicht richtig versorgen konnte.

 

Alkohol gab es schon lange Zeit und gibt es in allen Ländern. Wichtig ist, dass man mit dem Alkohol richtig umgeht und in nur selten trinkt. 

Wie ich schon oben geschrieben habe, macht der Alkohol manche Menschen für eine kurze Zeit manchmal sehr lustig - aber eigentlich ist das ja eine ganz falsche Lustigkeit.

 

Ich möchte meinen, dass du bestimmt viele Ideen hast, wie man lustig sein kann, auch ohne Alkohol zu trinken. Magst du mir das mal schreiben? 

 

Was macht dich fröhlich? 

Lieber Alexander, das war jetzt ein ganz langer Brief und ich habe mir gedacht, dass es vielleicht noch mehr Kinder gibt, die das wissen wollen, was du mich gefragt hast.

Wenn du und dein Mama einverstanden seid, dann mache ich eine Seite auf der FASKINDER-Seite und schreibe, dass der Alexander, der 9 Jahre alt ist, mir diese Frage schickte und ich schreibe dann auch diese lange Antwort mit dazu. 

Ich kann mir auch vorstellen, dass die Kinder das besser verstehen würden, wenn man das Ganze als ein Bild malt.

Meinst Du, Du könntest mir so ein Bild mit einem Anker und Steuerrad malen? 

Das wäre ganz ganz toll!

Male einfach das Bild auf, dass dir bei meinen Worten so in den Kopf gekommen ist und ich kann es allen anderen Kindern zeigen. 

Dein Bild kannst du mir an meine Post-Adresse oder an meine E-mail-Adresse schicken. 

Nun wünsche ich dir in diesem Sommer noch eine wunderschöne Zeit.

 

Deine Sigrid!  

Sigrid Reinhardt
Saarlandring 4 A
31228 Peine
05171 - 58 35 54

 

Antwort von Alexander!

hallo    danke    für   den    brief
zum trösten      kann man ein      in    arm      nemen
dan   brauch       man kein     alkeho    und   bomboms

ich   male     dir      ein     bild   per      post

ich     lies     und   höre    musik  gerne

ja  du    kanst    mein   brief    rein    schreiben

 

Alexander

 

Antwort von Sigrid!

Hallo lieber Alexander!

Vielen Dank für deine Post -

Ich habe gehört, dass Du gerne Meerschweinchen magst - na, dann schau mal im Fotoalbum nach, dort stellen sich Ginny, Gizmo, Fleckchen und Flöckchen vor!

Zum Bilderbuch...

 

 

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